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Freitag, 18. Mai 2012
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Fachbegriffe aus Wirtschaft Recht Existenzgründung.

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Seiten: 1
Begriff Definition
Abfindung

Abfindung ist eine einmalige Gegenleistung für die Aufgabe eines Rechts, die in der Regel in Geld geleistet wird.

Beispiel : Zahlt der Arbeitgeber aufgrund der Auflösung eines Arbeitsverhältnisses einen Geldbetrag, so bezeichnet man diese Zahlung als Abfindung.

 
AbmahnungEine Abmahnung rügt immer ein bestimmtes Verhalten, soll erreichen, dass dieses künftig unterlassen wird und macht dem Abgemahntem deutlich, dass ihm bei Wiederholung Konsequenzen drohen.
Sie gibt Gelegenheit, einen Streitfall außergerichtlich zu klären.
Eine Abmahnung in der Selbstständigkeit hat häufig wettbewerbsrechtliche Gründe.
 
AbschreibungAls Abschreibung wird der Wertverlust von Unternehmensvermögen (Anlagevermögen und Umlaufvermögen) bezeichnet.
Im Steuerrecht wird für das Wort „Abschreibung“ der Wortlaut „Absetzung für Abnutzung“, kurz AfA, verwendet.

Bei Gegenständen des Anlagevermögens, die über einen längeren Zeitraum im Unternehmen genutzt werden sollen, werden die Anschaffungs- oder Herstellungskosten nicht im Jahr der Anschaffung/Herstellung komplett als Aufwand verbucht, sondern anteilig durch planmäßige Abschreibungen auf die Jahre der Nutzung verteilt.
Die Verteilung der Abschreibung über die Jahre kann gleichmäßig = linear erfolgen oder degressiv = mit höherem Abschreibungssatz beginnend und dann schrittweise abnehmend, entsprechend dem tatsächlichen Wertverlauf.

Zur Vereinfachung werden Vermögensgegenstände bis zu einem Wert von 410 Euro (netto, d. h. ohne MWSt, brutto 475,60 Euro) sofort abgeschrieben (entsprechend der Regelung in § 6 Abs. 2 Einkommensteuergesetz).
 
AFAsiehe: Abschreibung
 
AGBAllgemeine Geschäftsbedingungen sind für eine Vielzahl von Verträgen vorformulierte Vertragsbedingungen, die eine Vertragspartei (Verwender) der anderen bei Abschluss des Vertrages auferlegt.
In den AGBs sind meist Versandkosten, Rücknahmebedingungen bei fehlerhafter Lieferung oder detailliertere Gewährleistungsvereinbarungen beschrieben.

Allerdings gibt es Einschränkungen. Auf die Allgemeine Geschäftsbedingungen muss zum Beispiel nicht nur deutlich hingewiesen werden, es dürfen in den AGB auch grundsätzlich keine von der wesentlichen Erwartung abweichenden Regelungen getroffenen werden
 
AktiengesellschaftDie Aktiengesellschaft (AG) ist eine Gesellschaftsform, deren Grundkapital (Eigenkapital) von den Aktionären durch Erwerb von Aktien aufgebracht wird.
Die Haftung beschränkt sich jeweils auf die Höhe des Aktienanteils, wodurch das Wesen der Aktiengesellschaft gekennzeichnet wird (§ 1 AktG).

Die Organe der Aktiengesellschaft sind Vorstand, Aufsichtsrat und Hauptversammlung. Geleitet wird sie vom Vorstand, der durch den Aufsichtsrat bestellt wird, während letzterer von der Hauptversammlung, der Versammlung der Aktionäre, zu wählen ist.
 
AmortisationDer Begriff Amortisation (von französisch: amortir, tilgen) bezeichnet den Prozess, in dem anfängliche Aufwendungen für ein Objekt durch dadurch entstehende Erträge gedeckt werden.

Beispiel: Eine gekaufte Maschine kostet 10.000 € (= Anschaffungskosten).
Pro Monat erzielt die Maschine nach Abzug der laufenden Kosten (= Energie, Wartung etc.) einen Ertrag von 500,00 €.
So ergibt sich Folgendes: 10.000 € / 500 € je Monat = 20 Monate. D.h. Die Maschine amortisiert sich innerhalb von 20 Monaten.
Nach Ablauf der 20 Monate stellt der erwirtschaftete Ertrag einen Gewinn dar.
 
AnlagevermögenDas Anlagevermögen umfasst langlebige Wirtschaftsgüter.
Darunter fallen beispielsweise Sachanlagen wie Maschinen und Grundstücke.
Der Begriff wird im betriebswirtschaftlichen Rechnungswesen und in der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung verwendet.
 
AnschaffungskostenAnschaffungskosten sind die Aufwendungen, die geleistet werden, um einen Vermögensgegenstand zu erwerben und ihn in einen betriebsbereiten Zustand zu versetzen, soweit sie dem Vermögensgegenstand einzeln zugerechnet werden können.

Zu den Anschaffungskosten gehören auch die Nebenkosten sowie die nachträglichen Anschaffungskosten.
 
AnsparabschreibungUnternehmen können für die künftige Anschaffung oder Herstellung eines Wirtschaftsgutes gem. § 7g Einkommensteuergesetz eine den Gewinn mindernde Rücklage bilden (Ansparabschreibung).
Wird die Investition nicht vorgenommen, ist die Ansparrücklage spätestens am Ende des zweiten, auf die Bildung der Rücklage folgenden Wirtschaftsjahres gewinnerhöhend aufzulösen.
 
AufbewahrungspflichtHandels- und steuerrechtliche Verpflichtung des Kaufmanns, Handelsbücher, Bilanzen und Inventare 10 Jahre, Geschäftskorrespondenz 6 Jahre aufzubewahren.
 
Ausbringung

Ausbringung oder Ausbringungsmenge ist der während eines bestimten Zeitraumes mengenmässige Ertrag eines Betriebes.

Gleichbedeutend mit:

Output, Ausstoß, Produktion, Leistung

 
Ausstoßsiehe auch: Ausbringung
 
AußenständeAls Außenstände bezeichnet man offene Forderungen eines Unternehmens gegenüber einem Abnehmer/ Käufer einer Ware oder Dienstleistung des Unternehmens.
 
Bankbürgschaft

Bei der Aufnahme eines Darlehens dient eine Bankbürgschaft der Bank als Absicherung.

Eine dritte Person (Bürge) haftet im Falle einer Zahlungsunfähigkeit des Hauptschuldners, steht für die Forderungen ein, die an diesen gestellt werden und kann diesen Betrag auch wieder von ihm zurückfordern.

Übernimmt ein Kreditinstitut diese Bürgschaft, spricht man von einem Avalkredit bzw Bankaval.

 
Bankrott

Bankrott ist das Synonym für Zahlungsunfähigkeit, meist in Bezug auf Unternehmer, die nicht mehr in der Lage sind, Rechnungen und laufende Ausgaben über eigenes Kapital zu decken.

Seit Inkraftreten der Insolvenzordnung von 1994 wird in Deutschland der Begriff Insolvenz, in der Schweiz der Begriff Konkurs verwendet.

 
BemessungsgrundlageDie Bemessungsgrundlage ist im Einkommenssteuerrecht und Umsatzsteuerrecht der Betrag, nach dem die Steuer zu berechnen ist. So ist z.B. die Bemessungsgrundlage für die Einkommensteuer das zu versteuernde Einkommen.
 
Betriebsausgaben

Betriebsausgaben sind alle Aufwendungen / Ausgaben, die objektiv mit dem Betrieb zusammenhängen und subjektiv dem Betrieb dienen.

Die Betriebsausgaben mindern den Gewinn. Das Gegenstück zu den Betriebsausgaben sind die Privatentnahmen, die grundsätzlich nicht abziehbar sind.H

Häufig gibt es Probleme, wenn sich betriebliche und private Aufwendungen überschneiden, wie z.B beim Firmenwagen, der auch privat genutzt wird. Diese Kosten nennt man "gemischte Aufwendungen" und unterliegen teilweise einem generellen Abzugsverbot.

Der Begriff Betriebsausgaben entspricht den Werbungskosten bei den Überschusseinkünften.

 
Buying CenterIn Großbetrieben wird der Einkauf meist zentralisiert. Nicht jede einzelne Abteilung kümmert sich um das notwendige Verbrauchsmaterial, sondern delegiert dies an eine zentrale Stelle.
Ziel ist es, Verwaltungskosten einzusparen und Mengenrabatte auszunutzen.
Das Marketing muss auf diesen Umstand besonders eingehen, wenn das eigenen Unternehmen Waren an ein Buying-Center verkaufen will.

In einem Buying-Center finden wir folgende Rollen (Personen mit Mandat):

Initiator (regt den Neukauf an)
Buyer (Einkäufer)
User (Benutzer)
Decider (Entscheider: Management, Einkäufer)
Gate-Keeper (Informationsselektierer: Einkäufer, Sekretärin)
Influencer (Beeinflusser: technisches Personal, Ingenieure).

    

 
Buying Center-ModellModell, in dem das organisationale / industrielle Kaufverhalten beschrieben wird.
Hier werden vier Faktoren unterschieden, die das Kaufentscheidungsverhalten beeinflussen:
Die Umwelt, die Unternehmung, die interpersonellen und persönlichen Determinanten.
 
Cashflow

Cashflow (übersetzt: Zahlungsstrom) ist eine wirtschaftliche Maßgröße und beschreibt die Zahlungskraft bzw finanzielle Gesundheit eines Unternehmens.

Er zeigt an, ob ein Unternehmen aus seinem operativen Kerngeschäft genügend Finanzmittel erwirtschaftet, um Schulden zu tilgen, Gewinne an die Anteilseigner auszuschütten und Investitionen zu tätigen. Er ist auch ein wesentlicher Indikator für die eventuelle Insolvenzgefahr eines Unternehmens.

Operativer Cashflow: indirekte Ermittlung

Jahresüberschuss

+ Abschreibungen auf Anlagevermögen

- Zuschreibungen auf Anlagevermögen

+/- Veränderungen der Rückstellungen für Pensionen und andere langfristige Rückstellungen( Erhöhung bzw Verminderung)

+/- Veränderungen der Sonderposten mit Rücklagenanteil

+/- andere nicht auszahlungswirksame Aufwendungen und Erträge

= Cashflow

 
Corporate Design

Corporate Design ist ein Teilbereich der Corporate Identity und bezeichnet die Gesamtheit der visuellen Erscheinungsmerkmale, mit denen sich ein Unternehmen in der Öffentlichkeit präsentiert.

Dazu gehören Firmenlogo, Warenzeichen, Geschäftspapiere, Werbemittel, Verpackungen, Produktdesign und selbst die Architektur.

Die Gestaltung sollte einheitlichen Gesichtspunkten unterliegen um einen hohen Wiedererkennungseffekt zu erzielen ( Firmenfarben, Hausschrift)

 
Corporate Identity

Die Corporate Identity (oder Unternehmensidentität) ist die"Persönlichkeit" eines Unternehmens oder einer Marke in der Öffentlichkeit.

Handeln, Kommunikation und visueller Auftritt eines Unternehmens vermitteln eine fast menschliche Identität.

In der wirtschaftlichen Praxis ist sie die strategisch geplante und operative Selbstdarstellung. Diese angestrebte Identität wird durch das Erscheinungsbild (Corporate Design), Kommunikation (Corporate Communications), Corporate Culture (die Philosophie des Unternehmens und die Einstellung zu seiner Tätigkeit) und Corporate Behavior (Unternehmens-, mitarbeiter- und kundenorientiertes Verhalten des Unternehmens in der Öffentlichkeit) nach innen und außen vermittelt.

Dadurch ist ein Unternehmen in der Lage, seine Positionierung im Umfeld von Mitbewerbern und Geschäftspartnern zu beeinflussen.

 
CustomizingBezeichnet die Anpassung eines Standardproduktes, wie Fahrzeuge oder Software an die individuellen Bedürfnisse des Kunden.

Im Software-Bereich ist Voraussetzung, dass die Software aus einzelnen Bausteinen / Modulen besteht.
In jedem Programmbaustein gibt es meist zusätzliche Einstellungsmöglichkeiten, so dass sich durch gezielte Auswahl der Programmbausteine und individuellem Setzen verschiedener Parameter die optimale Software-Variante für den Kunden ergibt. Z.B.: ERP Software wie SAP R3
 
Degressive Abschreibung

degressive Abschreibungen sind Abschreibungen, die betragsmäßig von Jahr zu Jahr geringer werden.

Sie existieren in zwei Formen:

1. Geometrisch-degressive Abschreibung :

Bei diesem Verfahren der Abschreibung wird der jährliche Abschreibungsbetrag durch Multiplikation des Restwertes des Vorjahres mit einem im Zeitablauf gleichbleibenden Prozentsatz ermittelt. Das ergibt fallende jährliche Abschreibungsbeträge

2: Digitale oder arithmetisch-degressive Abschreibung:

Bei diesem Verfahren der Abschreibung vermindert sich die jährliche Abschreibungssumme stets um den gleichen absoluten Betrag. Ist die Abschreibung im letzten Nutzungsjahr gleich groß wie der jährliche Differenzbetrag, liegt die digitale Abschreibung vor. Steuerlich ist dieses Abschreibungsverfahren unzulässig

 
DienstreiseEine zu dienstlichen Zwecken, im Auftrag des zuständigen Vorgesetzten über die Grenzen des Betriebsgrundstückes hinaus gehende Reise wird als Dienstreise bezeichnet. ( zB. Fahrten zu Kunden oder Lieferanten, Teilnahme an Tagungen oder Seminaren, Messen usw) Dem Arbeitnehmer werden Fahrtkosten (sowohl öffentl. als auch private Verkehrsmittel), Übernachtungskosten und Verpflegungsmehraufwand ersetzt. Auch Nebenkosten werden ersetzt ( z.B. Kosten für Gepäckaufbewahrung oder Platzreservierungen) Steuerlich absetzbar sind nur die ersten 3 Monate einer länger dauernden Auswärtstätigkeit, danach gilt die Wirkungstätte als neuer regelmässiger Arbeitsplatz.
 
DisclaimerAus der Befürchtung heraus, für gesetzte Links haftbar gemacht zu werden, verweisen viele Hompagebetreiber auf das Urteil vom 12. Mai 1998 des Landgerichts Hamburg mit dem Aktenzeichen: 312 O 85/98.
Unter Berufung auf dieses Urteil distanzieren sich die Betreiber von allen Links um dafür nicht haftbar gemacht werden zu können.

Aus rechtlicher Sicht ist ein solcher Disclaimer kaum noch haltbar, da nach Meinung vieler das Urteil fehlzitiert wurde und aufgrund der weitgehend unklaren Rechtslage hinsichtlich der Verantwortlichkeit für links es keine Grantie dafür gibt, dass ein Anbieter sich durch die Aufnahme eines Disclaimers in sein Angebot wirksam von der Verantwortung für Inhalte Dritter, auf die aus dem eigenen Angebot links gesetzt werden, freizeichnen kann.

Wer zu verstehen gibt, dass er sich mit den über einen Link zugänglich gemachten Inhalten identifiziert und diese für zustimmenswert hält, hat rechtlich dann auch dafür einzustehen.Eine pauschale Erklärung kann ihn von der Haftung nicht befreien.
Eine andere Webseite mittels einen Links zu empfehlen, andererseits sich von ihren Inhalten zu distanzieren, ist widersprüchlich.
 
DurchschnittssteuersatzProzentuale Steuerbelastung, errechnet durch Division der zu entrichtenden Steuer durch die Bemessungsgrundlage. Der Durchschnitssteuersatz gibt an, wieviel Prozent des Einkommes ans Finanzamt abgeführt werden müssen.
 
Dynamischer VerschuldungsgradDer dynamische Verschuldungsgrad ist das Fremdkapital eines Unternehmens im Verhältnis zum Cashflow (= Fremdkapital*100 / Cashflow).

Er ist eine ergänzende Kennzahl zur Ermittlung der Schuldentilgungsfähigkeit eines Unternehmens und gibt somit an, wie schnell ein Unternehmen theoretisch in der Lage wäre, seine gesamten Verbindlichkeiten aus dem Cashflow zu bezahlen.

Je kleiner er ist, desto schneller könnte das Fremdkapital zurückgezahlt werden
 
DyopolDyopol oder auch Duopol ist im Unterschied zum Monopol eine Marktform, bei der sich auf der Angebots- und/oder Nachfrageseite nur jeweils zwei große Anbieter oder Nachfrager gegenüberstehen.
 
EigenleistungEigenleistungen oder innerbetriebliche Leistungen sind von einem Unternehmen erbrachte Leistungen, die nicht zum Absatz bestimmt sind, sondern anstelle von Fremdleistungen im eigenen Betrieb genutzt werden.  
 
EinlagenAls Einlagen bezeichnet man alle Wirtschaftsgüter, die ein Steuerpflichtiger im Laufe eines Wirtschaftsjahres dem Betrieb zugeführt hat.
 
Einnahmen-Überschussrechnung

gilt für Freiberufler und Kleingewerbetreibende.

Das heisst, die Gewinnermittlung erfolgt als Differenz von Betriebseinnahmen und Betriebsausgaben.

Einnahmen werden im eingehendem Kalenderjahr gezählt, Ausgaben dagegen erst, wenn sie bezahlt wurden.

 
ExistenzUmgangssprachlich wird mit Existenz die wirtschaftliche Lebensgrundlage eines Menschen, z.B. in Form eines wirtschaftlichen Betriebes (Handelsgeschäft, Anwaltskanzlei oder Ähnliches), bezeichnet.
 
FolgeinvestitionAlle finanziellen Mittel, die man nach Gründung eines Betriebes investiert und die der Festigung des Unternehmens dienen sollen, nennt man Folgeinvestitionen.
 
Fortschreibung

Eine Methode zur Erfassung des Materialverbrauchs auf der Basis früherer Angaben.

Aus den Materialentnahmescheinen kann für jeden Lagerabgang festgestellt werden, für welche Kostenstelle bzw. für welchen Kostenträger das Material entnommen wurde.

Durch die Dokumentation der Lagerabgänge erfolgt die Fortschreibung des Lagerbestandes.

Es gibt drei Methoden zur Verbrauchserfassung:

Fortschreibung, Inventurmethode, Rückrechnung.

Nachteil der Fortschreibung ist der hohe Arbeitsaufwand.

 
Franchising

Franchising bzw Konzessionsverkauf ist ein indirekter Verkauf der regionalen Nutzungserlaubnis einer erprobten Geschäftsidee.

Der Franchise-Nehmer ist zwar selbstständig, zahlt aber für Konzept, Verwendung eines einheitlichen Namens und Auftretens nach außen Gebühren. Der Franchise-Geber bildet aus und hat Weisungsrecht.

 
Fremdfinanzierung

Fremdfinanzierung oder auch Kreditfinanzierung bezeichnet die Deckung des Kapitalbedarfs eines Unternehmens durch Fremdkapital aus Gläubigerkrediten, von Banken oder Finanzmärkten.

Z.B.: Lombardkredit, Lieferantekredit, verzinsliche Wertpapiere, Bankaval.

 
Fremdleistungskostenauch Dienstleistungskosten genannt, enstehen einem Unternehmen, wenn es andere Betriebe für deren Leistung in Anspruch nehmen und bezahlen muss( z.B.: Transportkosten,Versicherungskosten, Lizenzgebühren, Mietkosten usw.)
 
GarantieIm Handel bezeichnet die Garantie eine, zusätzlich zur gesetzlichen Gewährleistungspflicht, gemachte freiwillige Dienstleistung des Händlers oder Herstellers gegenüber dem Kunden. Sie beträgt üblicherweise zwischen 6 Monaten und mehreren Jahren.
Garantiebedingungen sind nicht gesetzlich geregelt, so dass der Hersteller diese im Großen und Ganzen frei auslegen kann.

Die Garantiezusage bezieht sich auf die Funktionstüchtigkeit über einen definierten Zeitraum, unabhängig vom Zustand der Ware und sichert eine unbedingte Schadensersatzleistung zu.
Oft wird die freiwillige Garantie mit der gesetzlichen Gewährleistungspflicht oder Mängelhaftung verwechselt.
Wichtig: Die Garantiezusage ersetzt NICHT die gesetzliche Gewährleistung und verringert sie auch nicht, sondern ist immer nur eine zusätzliche Leistung
 
Gebrochener Preis

Gebrochene Preise unterscheiden sich im Prinzip kaum von runden Preisen, werden aber von Kunden als deutlich niedriger empfunden und können psychologisch ausschlaggebend für die Kaufentscheidung sein.

D.h. ein Preis von 3,99 € macht einen deutlich niedrigeren Eindruck als ein Preis von 4,00€.

 
Gebrochener Verkehr

Transport mit unterschiedlichen Verkehrsmitteln längs der Logistikkette.

Beispiel: Vorlauf mit dem Lkw zum Hafen, Hauptlauf mit dem Schiff, Nachlauf mit der Bahn.

 
GewährleistungGewährleistung oder Mängelhaftung ist eine gesetzlich vorgeschriebene Frist, welche für Verbraucher 2 Jahre beträgt (Unternehmer: 1 Jahr).
Hierzu muss der Mangel an dem Gerät bereits bei Übergabe des Kaufgegenstandes vorgelegen haben.
Innerhalb der ersten 6 Monate wird zu Gunsten des Verbrauchers pauschal davon ausgegangen, dass der Fehler von Anfang an bestand (es sei denn, dass die Art des Mangels dies ausschließen würde). Danach jedoch muss der Käufer dies nachweisen.

Im Gewährleistungsfall hat der Verbraucher die Wahl der Nacherfüllung: er kann die Beseitigung des Mangels (Reparatur) oder die Lieferung einer mangelfreien Sache (Austausch) verlangen.
In beiden Fällen muss dem Verkäufer eine angemessene Frist zur Ausführung der Nacherfüllung gegeben werden.
Bei Unternehmern hat der Verkäufer die Wahl der Art der Nacherfüllung.
Eine Wandlung (Rücktritt vom Kaufvertrag) oder eine Minderung (des Kaufpreises) ist erst möglich, wenn der Verkäufer die Nacherfüllung verweigert, nach abgelaufener Fristsetzung oder nach 2-maliger misslungener Nacherfüllung.

Ausgeschlossen von der Gewährleistungsregelung sind:

Gebrauchsbedingter Verschleiß
Mängel, die dem Käufer bereits beim Kauf bekannt waren
Eigenverschulden des Kunden (z.B. unsachgemäße Bedienung, falsche Lagerung, usw.)

Die gesetzliche Gewährleistungspflicht ist nicht zu verwechseln mit der freiwilligen Garantie
 
Haftung

Für Mangelschäden an einer Kaufsache haftet der Verkäufer gegenüber dem Käufer im Rahmen der gesetzlichen Gewährleistungsregelung, insofern keine gegensätzlichen vertraglichen Vereinbarungen darüber getroffen wurden.

Wurden durch Nutzung eines mangelhaften Produkts andere Güter beschädigt spricht man von Mangelfolgeschäden.

Vertraglich vereinbarte Garantiezusagen bedeuten nicht immer eine Erweiterung der Gewährleistungsansprüche, sondern häufig ihre Einschränkung. Man spricht dann von Freizeichnungsklauseln.

Haftet ein Anbieter ohne dazu rechtlich verpflichtet zu sein, spricht man von Kulanzleistung.

 
Haftungskapital

Der Betrag, bis zu dessen Höhe ein Unternehmen für seine Schulden einsteht, wird Haftungskapital genannt.

Die Haftung bei Kapitalgesellschaften ist auf das Gesellschaftsvermögen beschränkt, bei Personengesellschaften haften die Eigentümer zusätzlich mit ihrem Privatvermögen.

 
Handelshemmnis

Ein Handelshemmnis ist eine Einschränkung des freien Außenhandels und internationalen Warenverkehrs zum Schutz der inländischen Volkswirtschaft mit dem Ziel ein international nicht wettbewerbfähiges Unternehmen so lange zu schützen, bis es sich behaupten kann.

Unterschieden werden tarifäre Handelshemnnisse ( Zölle, Exportsubventionen) und nichttarifäre Handelshemmnisse ( Kontingente und bürokratische Einschränkungen)

 
Illiquidität

= Zahlungsunfähigkeit.

Illiquidität führt bei allen Gesellschaftsformen zur Eröffnung des Konkursverfahrens (Konkurs).

 
Imitationseffekt

Begriff aus der Marktforschung.

Wenn Verbraucher sich durch das (Kauf-) Verhalten anderer Verbraucher beeinflussen lassen, wird das Imitationseffekt genannt.

 
ImitationskoeffizientIst ein Parameter, der angibt in welchem Maß der Imitationseffekt eintritt.
 
ImpulsgüterImpulsgüter sind Konsumgüter, die der Verbraucher spontan, also ungeplant bei der unmittelbaren Konfrontation kauft.
 
Impulskauf

Produkte werden spontan gekauft, weil beim Konsumenten ein konkreter Kaufimpuls entsteht, der direkt vom Produkt, von der Produkt-Verpackung, der Präsentation oder anderen Reizen ausgelöst werden kann.

Charakteristisch für dieses Kaufmotiv:

das Verhalten des Käufers wird entweder durch Emotionen (...gefällt mir) oder durch Instinkte (...muss ich haben...) geleitet.

Preise sind beim spontanen Impuls relativ irrelevant.

Produkte, die direkt das limbische System, also unsere Instinkte ansprechen, wie z. B. über die Nase (frische Brötchen, Kaffee) sind deutlich stärker impulsauslösend, als andere Artikel.

 
IncentiveEin Incentive ist eine Prämie bzw eine besondere Entlohnung mit der Unternehmen Mitarbeiter, Kunden oder Händler für das Erreichen eines bestimmten Zieles belohnen und motivieren.
 
JahresabschlussDer Jahresabschluss besteht aus der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung. Er dient der Ermittlung des ausschüttbaren Gewinnes, sowie als Grundlage für die Bemessung der Besteuerung.
 
JahresfehlbetragDer Jahresfehlbetrag ist ein negativer Jahresüberschuss, also ein Verlust.
 
JahresüberschussDer Jahresüberschuss ist der Gewinn nach Abzug der Einkommens- und Ertragssteuern.
 
Just in time

Just in time ( engl.: rechtzeitig) nennt sich eine in den 70er Jahren von Toyota entwickelte Methode, zur Minimierung der Lagerbestände und Lagerhaltungskosten.

Teile werden von den Zulieferern erst dann geliefert, wenn sie auch wirklich benötigt werden. Ein Beschaffen auf Abruf sozusagen.

 
KalkulationIm kaufmännischen Bereich berechnet die Kalkulation oder auch Kostenträgerstückrechnung die Herstell- und Stückkosten einer Ware oder Dienstleistung.
 
KapazitätIn der Wirtschaft bezeichnet Kapazität die maximal mögliche Leistungsfähigkeit von Menschen oder Arbeitsmitteln in einem festgelegtem Zeitraum.
 
KapitalkostenKapitalkosten bezeichnen sämtliche Kosten, die einem Unternehmen durch die Beschaffung von Fremdkapital entstehen.
 
Kosten

bezeichnet jegliche Art von Aufwand oder Zahlung, sowohl materielle als auch immaterielle ( z.B. Ideen, Patente).

Man unterscheidet verschiedene Kostenarten:

Personalkosten Materialkosten, Kapitalkosten, Fremdleistungskosten, Umweltschutzkosten

 
Leistung

Unter Leistung versteht man sowohl mengenmässigen Output (produzierte Stückzahl) als auch wertmässigen Output (in Geld bewertete hervorgegangene Güter)

Siehe auch: Ausbringung .

Leistung steht den Kosten gegenüber.

 
Mahnbescheid

Der Mahnbescheid stellt eine gerichtliche Zahlungsaufforderung ohne Klageerhebung und Urteil dar und ist darum eine schnelle kostengünstige Alternative, einen Schulder zur Zahlung zu bewegen.

Er wird auf Antrag des Gläubigersdurch das Amtsgericht erlassen, in dessen Bezirk der Gläubiger wohnt, ohne dass geprüft wird ob tatsächlich ein Zahlungsanspruch besteht.

Wird gegen den Mahnbescheid innerhalb von zwei Wochen Widerspruch eingelegt, so gibt das Amtsgericht den Rechtsstreit an das zuständige Gericht ab, und das normale Gerichtsverfahren wird eingeleitet.

Wird kein Widerspruch eingelegt, kann der Gläubiger Erlass eines Vollstreckungsbescheides beantragen. Dieser steht einem Versäumnisurteil gleich und kann innerhalb von zwei Wochen mit Einspruch angefochten werden.

Bleibt er unangefochten, dient er als Vollstreckungstitel.

 
make or buy

make or buy ist ein Begriff für die Entscheidungsproblematik, ob eine Ware selbst hergestellt oder eingekauft werden soll.

Also Eigenfertigung oder Fremdbezug

 
Materialkosten

Materialkosten sind die Kosten die durch den Verbrauch an Material im Betrieb entstehen.

Das sind sowohl Wertstoffkosten ( Rohstoffe, Teile), Hilfsstoffkosten ( Verpackungsmaterial) als auch Betriebsmittelkosten ( Strom, Gas)

 
MaterialwirtschaftSiehe: Warenwirtschaft
 
MonopolMonopol (griech. Alleinverkauf) ist eine Marktform, bei der für eine bestimmte Ware auf der Angebotsseite und/oder auf der Nachfrageseite nur ein Käufer bzw. Verkäufer vorhanden ist, der somit den Markt beherrscht und seinen Kunden bzw. Lieferanten die Verkaufsbedingungen diktieren kann.
 
Nachlauf

Nachlauf ist ein Ausdruck für einen Teil der Tranportkette.

Man versteht darunter im Güternahverkehr das Verteilen von Gütern an die Empfänger von einem Sammelpunkt aus. Z.B das Verteilen von Frischwaren an einzelne Handelsketten.

Siehe auch: Vorlauf , Transportkette

 
Outputsiehe auch: Ausbringung
 
PersonalkostenPersonalkosten, bestehend aus Löhnen und Gehältern, sind alle Kosten, die durch den Einsatz von Arbeitnehmern entstehen.
 
Transportkette

Transportkette bezeichnet eine Folge von technisch und organisatorisch miteinander verflochtener Vorgänge, bei denen Güter bzw Personen von einem Lieferpunkt ( auch Quelle genannt) zu einem Empfangspunkt ( auch Senke) transportiert werden.

Man unterscheidet hier den direkten und den indirekten Güterfluss:


Der direkte Güterfluss verbindet ohne Umwege und Unterbrechung Liefer- und Empfangspunkt.


Der indirekte Güterfluss wird an einem oder mehreren Punkten zB durch Lager- oder Umschlagsprozesse unterbrochen...in der Regel durch Bündelung oder Auflösung des Güterflusses.

Bei Unterbrechung der Transportkette wird der Transportweg in Vor-, Haupt- und Nachlauf unterteilt.

Im Vorlauf werden die Sendungen gesammelt und zu einem Sammelpunkt , auch Konzentrationspunkt genannt, transportiert, dort gebündelt und im Hauptlauf gemeinsam zu einem Verteilpunkt bzw Auflösungspunkt befördert, wo sie wieder vereinzelt und im Nachlauf an die Empfänger verteilt werden.

Siehe auch: Vorlauf , Nachlauf

 
UmweltschutzkostenBelastet ein Betrieb durch Emissionen oder Wasser-Verunreinigungen die Umwelt ( z.B. in den Bereichen Industrie, Energie und Landwirtschaft), hat er wegen den schädlichen Auswirkungen auf die Umwelt die nicht unerheblichen Kosten der Sanierung zu tragen.
 
Vorlauf

Vorlauf ist ein Begriff aus dem Nahverkehr für einen Vorgang innerhalb der Transportkette.

Im Vorlauf werden verschiedene Sendungen gesammelt und zu einem Sammelpunkt transportiert.

Siehe auch Nachlauf , Transportkette

 
WarenwirtschaftDie Warenwirtschaft oder auch Materialwirtschaft umfasst sämtliche Aktivitäten zur Koordination des Warenfluss zwischen Lager, Produktion, Kunden und Lieferanten eines Unternehmens.Sie soll die materielle Liqiuidität hinsichtlich der korrekten Menge, Produktauswahl und Qualität zum richtigen Preis, Zeitpunkt und am richtigen Ort sicherstellen.
 
WertminderungEin durch Beschädigung einer Sache, Gebrauchsverschleiss oder Zeitverschleiss entstehender Wertverlust einer Sache wird als Wertminderung oder Minderwert bezeichnet. 
 
Zahlungsbefehl

siehe: Mahnbescheid

 


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