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23.05. Startschuss für die Ein-Euro-GmbH |
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Geschrieben von Tifflor
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Samstag, 26. Mai 2007 |
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Die Bundesregierung hat die größte Reform des GmbH-Rechts seit mehr als 100 Jahren auf den Weg gebracht. Das Kabinett billigte einen entsprechenden Gesetzentwurf von Justizministerin Brigitte Zypries...
Die Gründung von Unternehmen als "Gesellschaft mit beschränkter Haftung" (GmbH) soll billiger und unbürokratischer werden. Als Mindeststammkapital sollen künftig 10.000 statt 25.000 Euro ausreichen. Zudem soll ein Mustergesellschaftsvertrag für "unkomplizierte Standardgründungen" zur Verfügung stehen. Die Regelungen darin seien einfach und selbsterklärend, so dass eine Beratung und Belehrung durch einen Notar nicht mehr notwendig sei.
Bei einer Einstiegsvariante, der so genannten haftungsbeschränkten Unternehmergesellschaft, ist nur ein symbolisches Stammkapital von einem Euro erforderlich. Die Ein-Euro-GmbH dürfen ihre Gewinne aber nicht voll ausschütten, sondern müssen mindestens 25 Prozent ihres Jahresgewinns dafür verwenden, das übliche Mindeststammkapital nach und nach anzusparen. Mit diesem Modell soll vor allem Gründern von Dienstleistungsfirmen geholfen werden, die eigentlich zu wenig Geld haben, aber trotzdem den Sprung in die Selbstständigkeit wagen wollen.
Künftig keine ausländische Briefkastenadresse mehr
Zugleich soll das "Gesetz zur Modernisierung des GmbH-Rechts und zur Bekämpfung von Missbräuchen" Insolvenzbetrügern, die Gläubigern eine ausgeplünderte GmbH hinterlassen, das Handwerk erschweren. Taucht ein Geschäftsführer unter, sind künftig auch die Gesellschafter verpflichtet, einen Insolvenzantrag zu stellen. Statt Briefkastenadressen im Ausland muss im Handelsregister eine überprüfbare Geschäftsanschrift in Deutschland eingetragen werden, um Mahnungen und Klagen zustellen zu können.Die Neuregelungen sollen in der ersten Jahreshälfte 2008 in Kraft treten.
Die Rechtsform der GmbH ist vor allem im Mittelstand weit verbreitet. Nach Ministeriumsangaben gibt es rund eine Million Gesellschaften mit beschränkter Haftung. Seit vor vier Jahren die EU grünes Licht dafür gab, wurden zuletzt wurden immer mehr Gesellschaften als Limited-Gesellschaften nach britischem Recht geründet. Diese ist einfacher, billiger und erfordert kein hohes Stammkapital. Die Zahl der Limited-Gründungen aus Deutschland heraus wird auf 20.000 bis 40.000 geschätzt. Zypries sagte bei der Vorstellung ihres Gesetzentwurfs, viele Limited-Gründer übersähen praktische Probleme wie die Bilanzierung in englischer Sprache.
Quelle: tagesschau.de
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Letzte Aktualisierung ( Samstag, 26. Mai 2007 )
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